Sie fragen - wir antworten
Gut, starte ich mit der ersten, allgemein gehaltenen Frage: Wer seid Ihr eigentlich?
Wer wir sind ist natürlich die schwerste aller Fragen gleich zuerst, da jeder von uns einzigartig und anders ist als der andere. Wir sind völlig verschiedene Menschen mit einem gemeinsamen Hobby, nämlich der Mitgliedschaft in der Pennalen Burschenschaft Chattia.
Uns verbindet über alle Alters-, Konfessions-, Partei- oder sonstige Grenzen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Brüderlichkeit. Kurz gesagt, wir sind eine Gemeinschaft von Freunden, die Spaß hat, sich um Ihre Bildung kümmert und nicht im Einheitsbrei moderner Spaßgesellschaft untergehen will. Wir machen halt, was wir wollen.

Wenn Ihr macht, was Ihr wollt, warum tragt Ihr dann diese komischen Bänder und Mützen und schlagt Euch mit dem Säbel?
Nun, die Frage trägt die Antwort in sich: wir wollen Band und Mütze tragen, weil wir in der burschenschaftlichen Gemeinschaftsform einen Auftrag und einen Sinn gefunden haben. Band und Mütze sind die äußeren Zeichen unserer inneren Zusammengehörigkeit.
So ist es auch mit dem Fechten. Viele Typen kommen daher und beseitigen alle Übel der Welt - mit dem Mund. Daher erwarten wir von unseren Mitgliedern, soweit möglich, mindestens einen Waffengang auf "pennalen Säbel", gefochten nach der "Linzer Pauk- und Ehrenordnung".
Wir sortieren so die Feiglinge und Dummschwätzer aus. Denn die Chatten sind Weizen - nicht Spreu und wem das nicht passt, der kann ja wegbleiben, schließlich werden andere Traditionen z.B. die der Freimaurer auch nicht kritisiert.

Was verlangt Ihr denn sonst noch alles von Euren Mitgliedern?
Wenn jemand, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, zu uns finden will, wird er zunächst einmal "Fux", das heißt soviel wie Mitglied auf Probe.
Der Fux trägt ein schwarz - weißes Band. Als Fux lernt man in den sogenannten "Fuxenstunden" beim "Fuxmajor" ( => Ansprechpartner für die Füxe ) die Geschichte der Burschenschaft, der Chattia und auch anderes Wissenswertes, so z.B. unseren "Comment", also die Art, wie Chatten sich verhalten. Darüber hinaus natürlich noch das Säbelfechten.
Da die Fuxenzeit eine Probezeit ist, kann diese von beiden Seiten jederzeit beendet werden. Wenn der Fux eine mündliche und eine schriftliche Prüfung über das Wesen der Burschenschaft bestanden hat und einen Vortrag gehalten hat, wird er "geburscht", d.h. er bekommt das schwarz - weiß - rote Burschenband. Als Bursche bleibt man normalerweise ein Leben lang dabei.

Ein Leben lang?
Ja, den Willen zur Zusammengehörigkeit natürlich immer vorausgesetzt. Wir zwingen niemanden. Vom Prinzip ist die Burschenschaft ein "umgekehrter Generationenvertrag", d.h. die "alten" fördern die "jungen".
Während man also aktives Mitglied ist, genießt man die Vorzüge der Burschenschaft ( Partys, geniale Reisen überallhin, Schule, Studien und Berufshilfe und vieles mehr ). Wenn man Alter Herr ist, sorgt man dafür, daß die Aktiven der Burschenschaft diese Vorzüge auch genießen können.

Das klingt alles sehr gut, aber es schweben ja zwei Meinungen über Euch im Raum, nämlich daß ihr rechtsradikal seid und die Füxe einer Gehirnwäsche unterzieht. Was sagt Ihr hierzu?
Nun, die Spaltung in "rechts" und "links" ist ein Herrschaftsmittel, um die Leute untereinander beschäftigt zu halten. Auch kann man ja heutzutage nicht mehr selbst sagen, wo man steht. Das erledigen andere mehr oder weniger lautstark für einen. Wir definieren uns weder als "rechts" noch als "links". Wir sind die Chatten, wir sind "geradeaus" und bei uns kann jeder das denken, sagen oder wählen, was er will.
Natürlich sind wir Patrioten. Wir sind stolz darauf, Deutsche zu sein. Wer wäre nicht stolz darauf, ein Landsmann von Goethe oder Schiller zu sein? Wir wissen, daß die Deutsche Geschichte nicht nur aus zwölf Jahren besteht.
Was das Deutsche Volk an geistigen und materiellen Werten geschaffen hat, ist so gewaltig, daß wir stolz darauf sind. Genau wie die Franzosen, die Engländer oder die Iren stolz auf Ihr Land sind, sind wir eben stolz Deutsche zu sein. Wer dies als rechtsradikal abtut ist schlichtweg ein engstirniger Zeitgenosse.
Das mit der Gehirnwäsche für unsere Füxe ist schlichtweg Schwachsinn. Wir wollen ja gerade den aufrechten Charakter, wir wollen den "Funken des Göttlichen" in den Augen schimmern sehen.
Deswegen leben wir nach dem Grundsatz: "Wenn Du Deinen Fux zur Sau machst, hast Du später eine Sau als Bundesbruder" und lassen unsere Füxe, genau wie unsere Burschen, aufrecht und geradeaus leben.

Wenn man Euch in den Suchmaschinen im Internet eingibt kommt da aber einiger "starker Tobak" raus.
Es ist leider so, daß alle Vereinigungen, die nicht ständig im alltäglichen Leben bemerkt werden oder keine starke Lobby haben, gerne mal für Sensationsmeldungen verheizt werden. Da wird schlecht oder gar nicht recherchiert. Auch die Zielrichtung ist schon vorgegeben: "Braune bierseelige Burschen bringen bald Bedrängnis" mit Wagnerfanfare und einer dicken Soße aus Vorurteilen und Intoleranz. Verkauft sich halt besser als "nette Jungs verbringen gerne Zeit miteinander".
Wir haben es aufgegeben, dagegen anreden zu wollen. Der FC Bayern München ist der unbeliebteste Erstliga-Fußballverein mit eigenem "Haßlied" der Toten Hosen und doch leben sie mit der "Wir sind Wir" (und der Rest kann uns mal) Einstellung recht gut. So halten wir es auch.

Wie viele Chatten gibt es denn?
Derzeit gibt es etwa 60 Chatten, alle Berufe sind vertreten.

Ich finde Euch toll, studiere aber nicht, was kann ich tun?
Nun, der Begriff "Pennale Burschenschaft" bedeutet ja, daß wir uns in der Hauptsache nicht an Studenten wenden. Die Chattia wendet sich in erster Linie an Schüler oder auch an Auszubildende, die glauben, unseren Ansprüchen genügen zu können. Auch wenn man schon etwas älter ist und erst auf uns stößt, wenn man schon im Berufsleben steht, ist dies nicht allzu schlimm. Uns geht das Herz ( Bewusstsein ) immer über den Zustand ( Sein ).
Wenn Du uns interessant und gut findest, trau Dich! Schreib uns kurz unter "Kontakt" an. wir beißen meistens nicht.

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